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Aktivität stärkt Rücken

„Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten beklagten Schmerzen in der Arztpraxis“, sagte Dr. Peter Vomhof, Facharzt für Neurochirurgie, vom Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. In der Cafeteria informierte er rund 70 Zuhörer über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Rückenschmerzen. 

Mediziner teilen die Ursachen von Rückenschmerzen in zwei Arten ein: Spezifisch sind sie, wenn beispielsweise Wirbelkörperbrüche, -infektionen oder -tumoren zugrunde liegen. Lassen sich keine organischen Veränderungen finden, handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen. „Diese machen etwa 85 Prozent aus und sind prinzipiell harmlos. Um chronische Schmerzen und häufige Rückfälle zu vermeiden, sollten sie aber dennoch konsequent behandelt werden“, riet der Neurochirurg.

Um spezifische von unspezifischen Schmerzen zu unterscheiden, behelfen sich Ärzte mit einem sogenannten Flaggenmodell. Rote Flaggen stehen für Symptome, die auf eine spezifische Ursache mit dringlichem Behandlungsbedarf hinweisen. Dazu zählen unter anderem eine Krebserkrankung, kürzlich aufgetretenes Fieber oder ein Unfall in der Vorgeschichte. Gelbe Flaggen beziehen sich auf psychosoziale Risikofaktoren wie Konflikte und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder Depressionen. Das Vorliegen von roten und gelben Flaggen wird jeweils während des Prüfens der Krankengeschichte und der körperlichen Kontrolle vom Arzt erhoben. „Ergeben sich Hinweise auf rote Flaggen, sollte eine bildgebende Diagnostik erfolgen. Dabei ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) das Mittel der ersten Wahl“, so Vomhof. Können rote Flaggen ausgeschlossen werden, ist es zunächst nicht nötig, eine Diagnostik einzuleiten. Insbesondere eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule sei in diesem Fall laut Vomhof überflüssig.

Das wichtigste Behandlungsziel ist eine schnelle Wiederaufnahme der körperlichen Aktivität. Um dies zu erreichen, ist eine angepasste Therapie mit Schmerzmitteln, in der Regel mit Entzündungshemmern, notwendig. Vomhof betonte, dass diese am besten in Tablettenform eingenommen werden sollten. Spritzen und Infusionen als Alternativtherapie seien mit erhöhten Risiken verbunden.

Abschließend erläuterte der Facharzt die Beschwerden, die durch einen Bandscheibenvorfall ausgelöst werden können. „Dabei entstehen Schmerzen, die entlang einer sogenannten Straße ins Bein ausstrahlen“. Auch hier wird zunächst eine sechswöchige Schmerztherapie durchgeführt. Ist diese nicht erfolgreich, kann eine Operation in Frage kommen. Bei auftretenden Lähmungen darf ein chirurgischer Eingriff nicht unnötig aufgeschoben werden. „Dieser ist jedoch nur bei einer Minderheit der Patienten erforderlich.

Der erfolgreichste Weg, Rückenschmerzen zu verhindern, ist regelmäßige körperliche Aktivität. Dabei genügen zu Beginn schon kleine Veränderungen im Alltag. Dr. Vomhof empfahl: „Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug oder steigen Sie beim Busfahren eine Station eher aus und gehen Sie den Rest der Strecke zu Fuß.“

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