Modern und strahlenarm

Sparsam röntgen

Röntgenstrahlen gewähren uns detailreiche Bilder in den Körper, können sich in hoher Dosis aber auch negativ auswirken. Deshalb setzen wir auf moderne, strahlensparende Geräte und nutzen Röntgenstrahlen nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Denn mit der Magnetresonanztomografie und der Sonografie verfügen wir über Techniken ohne Röntgenstrahlung.

Organe und Strukturen ohne Strahlen abbilden

Magnetresonanztomografie (MRT)

Ebenso wie die Computertomografie (CT) kann mittels Magnetresonanztomografie (MRT) – auch Kernspintomografie genannt – der gesamte Körper untersucht werden. Im Gegensatz zur CT werden hierfür keine Röntgenstrahlen, sondern Magnetfelder und Radiowellen verwendet. Dabei entstehen präzise und hochauflösende Schnittbilder des Körpers. Das Verfahren eignet sich vor allem für die Darstellung von Weichteilen und Organen. Insbesondere bei der Untersuchung von Gehirn und Rückenmark sowie Wirbelsäule, Gelenken und Muskeln bietet ein MRT daher Vorteile. Eine besondere Rolle spielen MRT-Verfahren in der Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Tumoren und Tochtergeschwüre (Metastasen) lassen sich genau lokalisieren. Ebenso kann mit einem MRT eine Strahlentherapie oder Operation geplant werden. In der Herzdiagnostik kann ein MRT krankhafte Veränderungen, beispielsweise an den Herzklappen sichtbar machen. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können auch Kinder und Schwangere untersucht werden.

Wir verfügen über drei MRT-Geräte und als einzige Praxis in Südwestfalen über einen besonders leistungsstarken 3 Tesla MRT und einen komplett offenen MRT. 3 Tesla MRT (MR Verio) – Die „Magnetfeldstärke“ des 3 Tesla MRT (MR Verio) ist doppelt so hoch, wie bei den ansonsten heute üblichen 1.5 Tesla MRT-Geräten. Diese besondere Leistungsstärke erlaubt außergewöhnlich detaillierte Aufnahmen wie sie bei speziellen Fragen in der Herzbildung, Abklärung von Hirntumoren und Darstellung der Prostata nötig sind.

Mit diesen Geräten führen wir Magnetresonanztomografien sämtlicher Körperregionen durch. Besondere Angebote sind:

  • MRT der Blutgefäße
  • MRT des Herzens
  • MRT der weiblichen Brust
  • MRT der Prostata
  • MRT-Defäkografie
  • offenes MRT bei Platzangst

Die Untersuchung im Überblick

Technik

Technik

Die Magnetresonanztomografie arbeitet ohne Röntgenstrahlen. Die Bildgewinnung erfolgt durch ein sehr starkes Magnetfeld (0.35 bis 3 Tesla = 3.500 bis 30.000 Mal stärker als das der Erde) und Radiosignalwellen. Hierdurch werden vorübergehend kleinste Teilchen im Körper (Wasserstoffatome) beeinflusst und fangen an zu schwingen. Diese Schwingungen werden durch empfindliche Antennen (Spulen) erfasst und Hochleistungsrechner berechnen aus diesen Informationen die Bilder des Körperinneren. Die Messzeit beträgt im Regelfall 10 bis 30 Minuten.

Vorbereitung

Vorbereitung

Die MRT-Untersuchung erfolgt in einem sehr starken Magnetfeld. Aus diesem Grund müssen vor Betreten des Untersuchungsraums alle metallischen Gegenstände wie Schlüssel, Uhren oder Hörgeräte sowie auch Scheck- oder Kreditkarten abgelegt werden, da diese Gegenstände durch das Magentfeld angezogen oder in ihrer Funktion gestört werden können. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie eventuell metallhaltige Teile tragen, insbesondere

  • Gefäßstützen wie Stents
  • Gefäßclips
  • eine künstliche Herzklappe
  • eine Insulinpumpe
  • Metallsplitter
  • Tätowierungen

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten). Falls Ihnen Kontrastmittel über das Blut gegeben werden soll, legen wir Ihnen vor der Untersuchung einen dünnen Katheter (Flexüle) in eine Armvene.

Eine weitergebende Vorbereitung ist nur bei folgenden Untersuchungen notwendig:

MRT der Gallenwege (MRCP)  
Die Darstellung der Gallenwege wird durch Flüssigkeit und Nahrung im Magen-Darm-Trakt erheblich gestört. Patienten sollten deshalb nüchtern zu dem Untersuchungstermin kommen (d.h. am Morgen des Untersuchungstages keine feste Nahrung und auch keine Flüssigkeiten mehr zu sich nehmen)  

MRT des Dünndarms (MR-Sellink)  
Bei dieser Untersuchung muss der Dünndarm mittels eines speziellen Kontrastmittels gefüllt werden. Deshalb erhalten Patienten vor der Untersuchung eine spezielle Trinklösung (Methylzellulose). Von dieser müssen etwa zwei Liter in einem Zeitraum von zwei Stunden vor Untersuchungsbeginn getrunken werden.  

MRT der Enddarmfunktion (MR-Defäkografie)  
Zur Beurteilung der Enddarmfunktion füllen wir den Enddarm vor der Untersuchung mit einem gelartigen Kontrastmittel. Deshalb sollte der Enddarm der Patienten zuhause mittels eines kleinen Einlaufs (Klistier) gereinigt werden. Das notwendige Material erhalten Sie im Vorfeld bei uns.

Ablauf

Ablauf

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Gerätes, also in Richtung Magnet, bewegt. Je nach Bauart ist die Öffnung des Gerätes zwischen 60 und 70 cm breit. Sie befinden sich dann – etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks – teilweise oder auch ganz im Gerät. An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Wenn das Gerät zu eng erscheint

Wenn das Gerät zu eng erscheint

Manche Patienten leiden unter der relativen Enge des Gerätes (Platzangst). Sollte dies auf Sie zutreffen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt vorab oder mit dem Radiologen. Falls Beklemmungen entstehen, können wir Ihnen ein Mittel zur Entspannung geben. Dann dürfen Sie jedoch kein Auto mehr fahren. Ferner können wir falls dies nicht ausreicht, bei ausgewählten Fragestellungen, Untersuchungen in einem sogenannten komplett offenen MRT anbieten.

Im Gegensatz zu herkömmlichen MRT Geräten ist dieses System an drei Seiten komplett offen und weist sehr kompakte Ausmaße auf. Dies führt dazu, dass der Kopf während vieler Untersuchungen frei ist oder der Patient zur Seite schauen kann und damit das Gefühl der Enge überwindet. Auch können besonders schwergewichtige oder große Patienten in diesem System untersucht werden. Eltern können ihre Kinder begleiten.

Folgende Untersuchungen sind im offenen MRT gut möglich:

  • Gehirn und Wirbelsäule

Kontrastmittel

Kontrastmittel

Bei bestimmten Untersuchungen (beispielsweise Abklärung von Tumoren und Entzündungen, Angiografien, Unterscheidung zwischen Narbe und erneutem Bandscheibenvorfall) kann es notwendig sein, ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Das Kontrastmittel wird über eine Armvene verabreicht. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt. Die verwendeten Kontrastmittel sind in der Regel sehr gut verträglich.
Bei Patienten mit sehr stark eingeschränkter Nierenfunktion kann es in sehr seltenen Fällen zu einer Einlagerung von Bestandteilen des Kontrastmittels in das Körperbindegewebe kommen. Deshalb werden Sie im Vorfeld zu Nierenerkrankungen befragt. Ist bei Ihnen schon einmal eine Einschränkung der Nierenfunktion beschrieben worden, sollten Sie vor der Untersuchung die Nierenfunktion durch eine Blutuntersuchung bei Ihrem Arzt überprüfen lassen und das Ergebnis mitbringen.

NotrufChatHome

Feuerwehr/Rettungsdienst: 112

Polizei: 110

Zentrale Notaufanhme: 02 71 3 33 45 13

Giftnotruf NRW: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge: 08 00 111 0 111